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Fix & Foxi - Das Erbe von Burg Fuxmoor


Erscheinungsdatum: 12/2003
Entwickler: Media Verlagsgesellschaft/Modern Games
Publisher: RTV Family Entertainment AG/TL Media Marketing/Task Four

Spielsprache und Handbuch: deutsch

Boxshots

USK: ohne Altersbeschränkung

Homepage Rolf Kauka

 

Ein Review von slydos   20. Oktober 2004

 

Zum 50 Geburtstag dieser erfolgreichsten deutschen Comicreihe gab's zu Weihnachten 2003 ein Adventurespiel mit den beiden Helden Fix & Foxi. Rolf Kauka, der vor einigen Jahren verstorbene Erfinder der Figuren, hat das Medium Comic in den 50er Jahren aus den USA nach Deutschland gebracht und seinem Vorbild Micky Maus mit hohen Verkaufszahlen eine wirkliche Konkurrenz geboten. In den 90er Jahren wurde die Comicproduktion eingestellt, aber dafür erschienen die Figuren der Fuchshausen-Welt jetzt als Fernsehstars in einer TV-Serie, Fuchshausen wurde dabei kurzerhand in Foxburg umbenannt. Einen Sondercomic gab es zuletzt zur Einweihung der Raketenblitz-Bahn im Ravenburger Freizeitpark, für die die beiden Fuchsbrüder Fix & Foxi Pate standen.

 

Geschichte

Die Geschichte des Spiels ist kurz erzählt: Oma Eusebia muß um ihr Häuschen bangen. Der Baulöwe Karl Krösus behauptet, das Grundstück gehöre zum Gebiet von Burg Fuxmoor und beansprucht Omas Besitz. Die beiden Füchse machen sich sofort daran, Oma Eusebia zu helfen und der Grundstücksübernahme entgegenzuarbeiten. Dabei treffen sie auf altbekannte Figuren der Fix&Foxi-Serie wie den zerstreuten Professor und Erfinder Knox und Lupo, den Lebenskünstler.

 

Installation/Technisches

Die Installation von 1 CDROM erfolgt automatisch und macht keine Probleme. Es gab keine Bugs oder Fehler, das Spiel lief einwandfrei. Eine Speichermöglichkeit gibt es während des Spiels nicht. Nach einer Unterbrechung starten wir einfach an dem Punkt, an dem wir das Spiel verlassen haben. Im Eingangsfilm erfahren wir von Oma Eusebia die Sachlage und können danach die beiden Helden steuern.

 

Steuerung

Fix & Foxi - Das Erbe von Burg Fuxmoor ist vollkommen mausgesteuert und alle Funktionen des 3rd-Person Adventures lassen sich ganz intuitiv erfassen. Der Cursor verändert über Hotspots sein Aussehen und verwandelt sich entweder in eine animierte Hand über Gegenständen, die wir aufnehmen können oder z. B. in einen Mund, wenn wir mit jemandem reden können. Klicken wir auf einen interaktiven Bereich so begibt sich immer abwechselnd einer der beiden an diese Stelle, so daß man mit seinen Helden oft längere Wege zurücklegen muß, als anfangs angenommen. Es ist ein wenig langweilig, den beiden dabei zuzusehen, wie sie von einer Bildschirmseite auf die andere gehen und nach einiger Zeit versucht man, den entsprechenden Charakter immer an die nächstgelegene Stelle zu schicken.

Während des Spiels erhalten wir eine Karte (deren Icon dann ständig in der linken unteren Bildschirmecke plaziert bleibt) und können von diesem Zeitpunkt an die anderen Schauplätze außerhalb Oma Eusebias Haus besuchen indem wir einfach darauf klicken.

In der oberen linken Bildschirmecke finden wir ebenfalls ständig eingeblendet einen Rucksack, unseren Statthalter für das Inventar, das sich beim Anklicken bildschirmfüllend öffnet. Die deutlich erkennbaren Gegenstände, die wir einsammeln, erhalten bei Mausberührung zusätzlich eine Textbeschreibung und müssen angeklickt und über das Ausgang-Icon gezogen werden, damit man sie am Spielbildschirm anwenden kann. Objekte können auch im Inventar kombiniert werden.

Das Optionsmenü liegt in der rechten unteren Ecke und bietet die Möglichkeit, Lautstärke und Untertitel zu setzen aber auch zum Hauptmenü zu gelangen von wo aus man das Spiel dann verlassen kann.

Außer den ein wenig langatmigen Bewegungen der beiden Füchse gibt's keine Kritik an der Steuerung.

 

Rätsel

Bei den Rätseln handelt es sich fast ausschließlich um inventar-/objektbezogene Rätsel, einige kleine Merkaufgaben sind auch dabei. Objekte können auch im Inventar kombiniert werden. Die Rätsel sind alle gut integriert, fast alle im sehr leichten Einsteigerbereich angesiedelt und werden der jungen Zielgruppe weniger Kopfzerbrechen als Spaß bereiten. Wir werden sogar zwischendurch vom Hausroboter zu einigen Gynastikübungen aufgefordert, deren Ausführung allerdings von ihm nicht überprüft wird :) Das heiter-optimistische Spiel ist gute Unterhaltungskost, auch wenn wir es bereits nach 2 Stunden beendet haben werden, kleine Spieler werden auch kaum länger benötigen.

 

Grafik/Sound

Die typischen bunten Comicszenen und -charaktere finden wir natürlich auch im Spiel wieder. Die 6 Hauptschauplätze, darunter Lupos Flohmarkt, ein Friedhof und Professosr Knox' Haus, sind größtenteils noch in mehrere Szenenbilder unterteilt, können aber nicht alle sofort besucht werden. An manchen Plätzen kommen wir nur bei Nacht weiter. Die Lauf- und Sprechbewegungen unserer beiden Helden passen und werden noch durch einige wenige Animationen ergänzt. Dazu gibt es eine ausgezeichnete Sprachausgabe - unsere Helden haben ihre Originalfernsehstimmen behalten - und passende, ausdrucksvolle Hintergrundmusik mal lustig-verspielt, manchmal spannungsgeladen wie in der Burg oder mysteriös wie auf dem Friedhof. Eine Reihe von Soundeffects unterstreicht den Comiccharakter von Burg Fuxmoor ohne zu übertreiben.

 

Fazit

Fix & Foxi - Das Erbe von Burg Fuxmoor steckt mit der optimistischen Ausstrahlung seiner Hauptfiguren an. Man traut den beiden kleinen Füchsen gleich von Beginn an zu, daß sie alle Aufgaben mit Schläue und Teamgeist lösen werden. Das Spiel ist einfach ... nett! Der einzig schwerwiegende Kritikpunkt ist die selbst für Kinder ausgesprochene Kürze des sonst unterhaltsamen Spiels, das dabei aber gegenüber der Genrekonkurrenz ganz ohne aufgepfropfte Minispiele auskommt. Knapp 20 Euro erscheinen mir für 2 Stunden Unterhaltung allerdings zu viel, da möchte ich dann doch das billigere und wesentlich längere Moorhuhn-Adventure oder eine Wartezeit bis zu einer Preisssenkung empfehlen.

 

Bewertung: 68 %

 

Bewertungssystem Adventure-Archiv:

  • 80% bis 100% sehr gutes Spiel (sehr empfehlenswert)
  • 70% bis 79% gut (empfehlenswert)
  • 60% bis 69% befriedigend (bedingt empfehlenswert, mit Abstrichen)
  • 50% bis 59% ausreichend (nicht gerade empfehlenswert)
  • 40% bis 49% ziemlich schlecht (eher abzuraten - etwas für Hardcore-Adventure-Freaks und Sammler)
  • 0% bis 39% grottenschlecht (lieber die Finger davon lassen)

 

Minimale Systemvoraussetzungen:

  • Windows 98/ME/2000/XP
  • Intel/AMD Prozessor ab 500 MHz
  • 128 MB RAM
  • 100 MB Festplatte
  • DirectX kompatible 8 MB 16 Bit Grafikkarte
  • Tastatur und Maus

 

gespielt mit:

  • Windows XP
  • P IV 1,6 GHz
  • 512 MB RAM
  • 16x DVD-ROM (Ultima Artec)
  • nVidia GeForce 2MX400 64 MB Grafikkarte
  • Soundkarte DirectX-kompatibel

 

Copyright © slydos für Adventure-Archiv, 20. Oktober 2004

 

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Hauptmenü
Hauptmenü

 

 

Oma Eusebia braucht Hilfe
Oma Eusebia braucht Hilfe

 

 

Erst mal den Dachboden durchsuchen
Erst mal den Dachboden durchsuchen

 

 

Die Übersichtskarte
Die Übersichtskarte

 


Professor Knox hat eine Zeitmaschine
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Eine Runde Pong gefällig?
Eine Runde Pong gefällig?

 



Lupos 'Geschäft'
Lupos 'Geschäft'

 

 

Übersichtliches Inventar
Übersichtliches Inventar

 

Eine mysteriöse Gruft
Eine mysteriöse Gruft

 

Endlich in Burg Fuxmoor
Endlich in Burg Fuxmoor

 

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